BIQ - nachhaltig wohnen

Weltpremiere in Wilhelmsburg

Wohnen und Leben hinter einer Algenfassade? BIQ nachhaltig wohnen - der Grundstein ist gelegt:

Wohnen und Leben hinter einer Algenfassade? Was bislang nur Meerestieren vorbehalten war, wird im BIQ den Bewohnern möglich sein: Mit dem experimentell-innovativen Projekt der Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg zeigten die Investoren Otto Wulff Bauunternehmung GmbH und SSC Strategic Science Consult GmbH auf einer Pressekonferenz, wie Wohnungsbau intelligent mit Biomaterial verknüpft werden kann.
Am Mittwoch, den 28. März 2012 um 12.00 Uhr legten Stefan Wulff, Geschäftsführer der  Otto Wulff Bauunternehmung und Dr. Martin Kerner von SSC Strategic Science Consult zusammen mit der Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, Jutta Blankau, und dem IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg den Grundstein für dieses außergewöhnliche Bauvorhaben.
Das fünfgeschossige Algenhaus feierte heute Weltpremiere: BIQ ist weltweit das erste Gebäude mit einer Bioreaktorfassade als Teil eines ganzheitlich regenerativen Energiekonzepts. In Glaselementen werden Mikroalgen gezüchtet, die durch Photosynthese und Solarthermie Biomasse und Wärme produzieren. Die Wärme steht dem Haus als Heizenergie durch Wärmetauscher direkt zur Verfügung, Biomasse wird an anderer Stelle energetisch verwertet. BIQ gehört zu den Modellen der „Smart Material Houses“, mit denen die IBA Hamburg in der Bauausstellung in der Bauausstellung in Wilhelmsburg-Mitte neue und intelligente Baustoffe zeigt, die in Gebäuden und Fassaden verwendet werden.
 

Das fünfgeschossige Algenhaus feierte heute Weltpremiere: BIQ ist weltweit das erste Gebäude mit einer Bioreaktorfassade als Teil eines ganzheitlich regenerativen Energiekonzepts. In Glaselementen werden Mikroalgen gezüchtet, die durch Photosynthese und Solarthermie Biomasse und Wärme produzieren. Die Wärme steht dem Haus als Heizenergie durch Wärmetauscher direkt zur Verfügung, Biomasse wird an anderer Stelle energetisch verwertet. BIQ gehört zu den Modellen der „Smart Material Houses“, mit denen die IBA Hamburg in der Bauausstellung in der Bauausstellung in Wilhelmsburg-Mitte neue und intelligente Baustoffe zeigt, die in Gebäuden und Fassaden verwendet werden.

 

„Was Hamburg der Welt hier mitten in Wilhelmsburg präsentiert, sind nachhaltige Wohnkonzepte nicht für morgen, sondern bereits für übermorgen! Wer hat schon eine Fassade gesehen, die aus Mikroalgen besteht und die Wärme für das Beheizen der Wohnungen produziert? Damit holen wir die Zukunft des Wohnens schon heute in die Gegenwart“, sagte Jutta Blankau, die Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, zur Grundsteinlegung.
Das kubische, fünfgeschossiges Passivhaus nach einem Entwurf von SPLITTERWERK Architekten aus Graz hat zwei unterschiedlich gestaltete Fassaden: Südwest- und Südostfassade des Gebäudes tragen jeweils Glaspaneele, in denen Mikroalgen wachsen. Die vorgeblendeten Bioreaktorfassaden erzeugen die Energie für den Bau, leisten aber auch ihren Beitrag zur Lichtsteuerung und Beschattung des Gebäudes. Durch das regelmäßige Wachstum der Algen ist die Biomasse in ständiger Bewegung und die Fassade verändert ihre Farbe. IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg sagte: „Die regenerative Energieproduktion ist beim BIQ als sichtbares Gestaltungselement keine unsichtbare Energiezentrale, die im Verborgenen arbeitet, sondern ein ausdrücklicher und gewünschter Teil des architektonischen Konzepts. Damit trägt dieses hoch-innovative Bauwerk seinen Anspruch an Nachhaltigkeit nach außen – ein wichtiges Signal für das Bauen in Zeiten des Klimawandels und zugleich ein ästhetisches Element für zukünftige Bewohner.“

Im ästhetischen Kontrast zu den Algenfassaden gen Süden stehen Nordwest- und Nordostfassade, eingefasst von einer Putzfassade. Großzügige Loggien mit Ausblick bilden für jede der 15 Wohnungen einen hochwertigen Platz im Freien. Dort können die zukünftigen Bewohner – Familien mit Kindern oder Ehepaare – die Bioreaktorfassade aus der Nähe erleben. Der Investor Stefan Wulff, Otto Wulff Bauunternehmungen GmbH, sagte: „Obwohl wir mit Gewissheit von uns behaupten können, dass wir etwas von qualifiziertem und zukunftssicherem Bauen verstehen, ist das BIQ auch für uns eine Herausforderung der besonderen Art. Eine Biofassade zu konstruieren –  und zu finanzieren – dazu gehören Weitblick und manches Mal auch starke Nerven.“
BIQ ist weltweit das erste Gebäude mit einer Bioreaktorfassade als Teil eines ganzheitlich regenerativen Energiekonzepts: In plattenförmigen Glaselementen vermehren sich Mikroalgen, die durch Photosynthese und Solarthermie Biomasse und Wärme produzieren.
Die Wärme steht dem Haus als Heizenergie durch Wärmetauscher direkt zur Verfügung, Biomasse wird an anderer Stelle energetisch verwertet und zu Biogas konvertiert. Das
Dach bietet zudem die Möglichkeit zur Gewinnung von Strom über Photovoltaik.
Dr. Martin Kerner, SSC Strategic Science Consult GmbH, sagte: „Am BIQ wird mit der Bioreaktorfassade weltweit erstmalig eine innovative Technologie umgesetzt, die in den letzten Jahren in einem interdisziplinärem Forschungskontext unter Beteiligung von deutschen Universitäten und Unternehmen im Rahmen des Projektes TERM (Technologien  zur Erschließung der Ressource Mikroalgen) erarbeitet wurde. Ich hoffe, dass wir mit dieser Technologie erfolgreich sind und sie in Zukunft dazu beitragen wird, wertvolle Biomasse im urbanen Bereich effizient zu produzieren.”

Flexibles Konzept und wechselbare Wohnelemente
Das Konzept schaltbarer Räume, also nutzungsflexibles Wohnen, findet im BIQ seine zeitgemäße Weiterentwicklung. Räume können wechselnde Funktionen haben oder auch zu einer weiteren Zone dazu geschaltet werden.
Die verschiedenen Bereiche einer Wohnung, wie beispielsweise Bad, Küche oder Schlafen sind nur durch Einbaumöbel festgelegt, um bei Bedarf von den Bewohnern variiert und verstellt werden können. Der zeitliche Wohnablauf und das wechselnde  Alltagsprogramm prägen das Erscheinungsbild der Wohnung. Im Zusammenspiel von Möbelelementen, individuellem Nutzerverhalten der Bewohner und der besonderen Beschichtung der Wohnoberflächen werden neue Raumeindrücke und funktionale Beziehungen möglich.

BIQ – Ein smartes Wohnhaus in der Bauausstellung in der Bauausstellung
BIQ ist ein IBA-Projekt aus der Modell-Reihe der „Smart Material Houses“ in der Bauausstellung in der Bauausstellung, dem Show-Case der Internationalen Bauausstellung in Wilhelmsburg-Mitte. Die „Smart Material Houses“ zeigen das Bauen mit neuartigen Baumaterialien. Der Begriff „Smart Materials“ bezeichnet Materialien, Materialsysteme und weitere Produkte, die sich im Unterschied zu herkömmlichen Baustoffen nicht statisch, sondern dynamisch verhalten. Durch den Einsatz solcher Smart Materials kann die Gebäudequalität optimiert und der Energieverbrauch minimiert werden. Die Konzepte der Smart Material Houses kombinieren anpassungsfähige Baukonstruktionen sowie intelligente Technologien und Baustoffe miteinander. Letztere sind beispielsweise in der Natur zu finden – so können, wie beim BIQ – Algen in Fassaden zur Energieerzeugung genutzt werden oder flexible Photovoltaikzellen in der Gebäudehülle Einsatz finden.

Eingebettet in den Park der internationalen gartenschau igs 2013, entstehen insgesamt vier Wohnungsbaumodelle für die Zukunft der Metropole, um für den Wohnungsbau im 21. Jahrhundert wegweisende Antworten zu finden. In dieser Form sollen sie noch lange nach ihrer Fertigstellung als Anschauungs- und Diskussionsobjekt dienen und eine neue Bautypologie begründen. So wird die „Bauausstellung in der Bauausstellung“ zu den „Case Study Houses“ des 21. Jahrhunderts und stellt sich modellhaft den Herausforderungen unserer Zeit in Bezug auf die Nachhaltigkeit des Bauens und des Zusammenlebens.