BIQ - nachhaltig wohnen

Die Musterwohnungen: Hamburger und Mailänder Wohnung

Neben dem Energiekonzept setzt BIQ – das Algenhaus auch im Bezug auf neuartige Wohnkonzepte Maßstäbe. Die folgend beschriebenen Musterwohnungen - Hamburger- und Mailänder Wohnung - sollen eine Antwort auf ein mögliches Wohnen im 21. Jahrhunderts geben.

Hamburger Wohnung

Das neue Konzept in dieser Sonderwohnung besteht darin, dass kein gewöhnlicher Grundriss mit beispielsweise einem Badezimmer, einer Küche und einem Schlafzimmer vorhanden ist. Ziel der Architekten ist es den Wohnraum nicht bestimmten Funktionen zuzuteilen, sondern auf die individuellen Bedürfnisse des Nutzers anzupassen.

Der Kern der Idee besteht aus zwei zentralen Einheiten (s. oben), die in den Wohnungsgrundriss installiert wurden. Alle Nutzungsarten (Bad/Küche/Schlafen/Couch) sind in diesen beiden Einheiten vorhanden. Der grau/weiß/schwarze Wohnungsbereich nennt sich die „neutrale Zone“. Jede einzelne Nutzung ist durch eine spezielle Farbe (z.B. Küche = gelb) gekennzeichnet und durch eine individuelle Schiebe- oder Klapptür je nach Nutzungsbedarf (on demand) in die neutrale Zone zu- und wegschaltbar.

Die speziell in dieser Wohnung hergestellten Boden- bzw. Deckenspiegel haben das Ziel von den vorhandenen Raumkanten abzulenken. Es soll der Eindruck einer individuellen Nutzung, die jederzeit veränderbar ist, entstehen. Als Stauraum sind zusätzliche Schrankzeilen an den Wohnungsaußenseiten installiert worden.

Mailänder Wohnung

Dieser Wohnungstyp wurde im BIQ – das Algenhaus als einzige Maisonette Wohnung hergestellt. Beide Wohnungsteile sind über ein Treppenhaus miteinander verbunden. Wie auch schon in der Hamburger Wohnung ist der Gedanke der zuschaltbaren Nutzungen auch hier vorhanden. Anders als in der Hamburger Wohnung besteht hier ein Grundrisskonzept.

Von den Architekten wurden drei sogenannte Mottoräume in der Mailänder Wohnung geplant. Der neuartige Ansatz dieser Wohnung ergibt sich aus den bedruckten Fototapeten, durch die jeder Raum eine einzigartige Note erhält. Das Schlafzimmer trägt beispielsweise den Namen „Frühstück im Freien“ (s. Abbildung 2). In diesem Raum lassen sich einzelnen Nutzungen durch Schiebeelemente individuell in den Raum zuschalten (z.B. Bett, Bad, Fenster). Durch die in jeder Wohnung vorhandene Loggia, lässt sich die Bioreaktorfassade hautnah erleben.

Einen zweiten Zugang zur Loggia bietet der zweite Mottoraum „Die unsichtbaren Städte“, der sich sich in der Abbildung 2 andeutungsweise erkennbar ist. Bei diesem Raum ist die Mailänder Skyline abgebildet.

Der dritte Mottoraum (Abbildung 3) der Mailänder Wohnung trägt den Namen „Lagune“. Wie auch schon in der Hamburger Wohnung durch die Decken- und Bodenspiegel sollen auch hier die dargestellten schwarzen Linien von den vorhandenen Raumkannten ablenken. Folgende Nutzungen können „on demand“ zugeschaltet werden: Sitzecke, Essbereich, Arbeitsplatz, Küche, Loggia.